Das Forum für Wettbewerbsfähigkeit behält die Erwartung bei, dass die portugiesische Wirtschaft in diesem Jahr nahe 2% wachsen wird, trotz der Verschlechterung der Erwartungen für die zweite Jahreshälfte 2026. Das im ersten Halbjahr verzeichnete Wachstum von 2,5% sollte dieses Ergebnis sichern, auch wenn die Investitionen zurückgehen und die Produktivität ebenfalls gesunken ist. In der August-Konjunkturprognose betont der nationale Think Tank, dass vieles sehr schief laufen müsste, damit das Wachstum für das Gesamtjahr weit unter 2% läge.
Diese Prognose bleibt trotz der weniger ermutigenden Anzeichen für den Rest des Jahres bestehen. Der tägliche Aktivitätsindikator der Banco de Portugal signalisiert einen Rückgang im Juli und August und lässt einen schwachen Start in die zweite Jahreshälfte erwarten, während die Vertrauensindizes schwanken. Der Rückgang der Investitionen ist angesichts des Aufbau- und Resilienzplans überraschend, der diese Komponente des BIP eigentlich antreiben sollte, doch die Schwäche zeigt sich vor allem in der Kategorie „sonstige Maschinen", was darauf hindeutet, dass das Programm die Wirtschaft nicht ankurbeln kann.
Im Außenhandel waren die Zahlen des zweiten Quartals vielversprechend, aber geopolitische Spannungen und Störungen in den Lieferketten zwingen zu Zurückhaltung bei den Prognosen bis zum Jahresende. Das Forum erwartet in den kommenden Quartalen keine große Dynamik bei den Investitionen.
Auf externer Ebene ist das Szenario noch ungünstiger. Die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen im Nahen Osten schwinden zunehmend, und der Ölpreis ist wieder gestiegen, was Preiserhöhungen bei der Energie erwarten lässt. Die Europäische Zentralbank wird wahrscheinlich die Zinsen erhöhen, während die Staatsanleiherenditen weiterhin in einem Aufwärtstrend liegen, was die öffentlichen Finanzen belasten wird.




