Bill Gates äußerte sich zutiefst besorgt über die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz und beschrieb den technologischen Wandel als "eine der turbulentesten Perioden in der Geschichte der Menschheit". Der Unternehmer, der für seinen üblichen Optimismus bekannt ist, warnte, dass "wir uns gegenwärtig nicht angemessen auf diesen Wandel vorbereiten".
Gates' wichtigste Warnung ist, dass die Verletzlichsten am stärksten betroffen sein werden. Junge Menschen werden mit einem Arbeitsmarkt konfrontiert sein, der weniger Einstiegsmöglichkeiten bietet, während Arbeitnehmer wie Buchhalter oder Fachleute, die 20 Dollar pro Stunde verdienen, durch günstigere Roboter ersetzt werden. Gates betonte, dass "die Menschen, die am meisten Zeit brauchen, diejenigen sind, die am wenigsten davon haben".
Der von Gates vorgeschlagene Lösungsansatz ist umstritten: die Besteuerung von Robotern und KI-Tokens. Seiner Meinung nach "begünstigt das Steuersystem die Ersetzung von Menschen durch Maschinen", weshalb er der Ansicht ist, dass "die geopolitischen und wirtschaftlichen Anreize sehr stark sind, um in vollem Tempo voranzuschreiten". Gates glaubt, dass diese Technologie "der größte Gleichmacher sein wird, der je erfunden wurde, oder die schlimmste Quelle der Ungerechtigkeit".
Der Artikel, verfasst von António da Cunha Duarte Justo, erwähnt auch, dass Gates von der Enzyklika von Papst Leo XIV. über die KI fasziniert war und diese Periode als eine "axiale Zeit" charakterisiert, ein Konzept, das vom Philosophen Karl Jaspers 1949 entwickelt wurde, um Momente großer kultureller und spiritueller Transformation in der Menschheitsgeschichte zu beschreiben.




