Der nationale PSD-Präsident Gilberto Kassab und der Gouverneur von São Paulo, Tarcísio de Freitas wiesen jedes Engagement in einer angeblichen Bestechungsgeld-Vereinbarung zurück, die vom ehemaligen Banker Daniel Vorcaro in einem Kronzeugen-Angebot erwähnt wurde. Laut einer Untersuchung des Portals UOL behauptet Vorcaro, dass fünf Millionen Real, die 2022 an die Kampagnen von Tarcísio und Jair Bolsonaro gespendet wurden, als finanzielle Gegenleistungen für eine angebliche Bestechungsvereinbarung mit Kassab hätten dienen sollen.
Die Beträge wurden in zwei Millionen Real für die Kampagne von Tarcísio und drei Millionen Real für die Kampagne von Bolsonaro aufgeteilt. Die Spenden wurden formell von Fabiano Zéttel, dem Schwager von Vorcaro, getätigt, der in der Operation Compliance Zero untersucht wird. Dem dem ehemaligen Banker zugeschriebenen Bericht zufolge sollte das angebliche Abkommen die Aufrechterhaltung der Operationen des Credcesta, einer konsumierten Karte, die von einem mit der Banco Master verbundenen Unternehmen verwaltet wird, in der Regierung Tarcísio zum Ziel gehabt haben.
Tarcísio de Freitas klassifizierte die Anschuldigung als lächerlich und erklärte, dass er nie Kontakt oder Beziehung zu Vorcaro hatte. Der Gouverneur teilte außerdem mit, dass das Credcesta im Mai 2022 zugelassen wurde, was darauf hindeutet, dass die Anschuldigung nicht stichhaltig ist. Kassab bestritt ebenfalls jede Beteiligung an dem angeblichen Bestechungsgeld-System.




