Die Dürre entwickelt sich zu einer wirtschaftlichen Bedrohung für Europa, wobei die außergewöhnlich niedrigen Wasserstände des Rheins und der Donau den Warentransport erschweren, den Energiesektor unter Druck setzen und Risiken für Branchen schaffen, die von diesen Wasserstraßen abhängig sind. Der Alarm wurde von der Kreditversicherungsgesellschaft Coface ausgegeben, die davon ausgeht, dass die Folgen über die nächsten Wochen hinaus anhalten könnten, in einem Kontext schwachen Wachstums in verschiedenen europäischen Volkswirtschaften.
An der Messstation in Kaub in Deutschland fiel der Wasserstand des Rheins am 18. August auf nur 8 Zentimeter, weit unter den 78 Zentimetern, ab denen die Schifffahrt eingeschränkt wird, und dem bisherigen historischen Tiefstand von 25 Zentimetern aus dem Jahr 2018. Einige Lastkähne auf dem Rhein transportierten nur etwa 20% ihrer üblichen Kapazität, während auf der Donau die Betreiber die Ladungen in einigen Gebieten Rumäniens um bis zu 40% reduzierten. Rhein und Donau sind für etwa 72% des europäischen Binnenschiffsverkehrs verantwortlich.
Der Druck erstreckt sich auch auf den Energiesektor. Die niedrigen Wasserstände der Donau erschweren den Betrieb der Kernkraftwerke, die auf das Wasser des Flusses zur Kühlung angewiesen sind, insbesondere das Kraftwerk Paks in Ungarn und Cernavodă in Rumänien, die etwa 40% bzw. 20




