Am 2. September 2026 reichte Madagaskar beim Schutzmaßnahmenausschuss der Welthandelsorganisation eine Notifikation über die Einleitung einer Schutzmaßnahmenuntersuchung in Bezug auf die Einfuhren von poliertem Reis ein, einschließlich Naturreis, halbpoliertem Reis, poliertem Reis und Bruchreis. Die Untersuchung wurde am 31. August 2026 offiziell eingeleitet und wird prüfen, ob diese Einfuhren der einheimischen Reisindustrie Schaden zufügen.
Die Maßnahme erfolgt in einem Kontext wachsender Besorgnis über den Agrarsektor in Madagaskar, der sich erheblichen Herausforderungen aufgrund des externen Wettbewerbs und der Schwankungen der globalen Lebensmittelpreise gegenübersieht. Die Regierung begründete die Initiative als Mittel zum Schutz der lokalen Landwirte und zur Gewährleistung der Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Produktion im Land.
Reisproduzentenorganisationen begrüßten die Entscheidung in der Erwartung, dass die Untersuchung günstige Ergebnisse für den Sektor bringen wird. Andererseits haben Einführer-Vertreter und andere Interessengruppen bereits Bedenken hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Verbraucherpreise und die Verfügbarkeit von Reis auf dem Inlandmarkt geäußert.
Das Verfahren wird gemäß den WTO-Richtlinien fortgesetzt, mit der Möglichkeit für interessierte Parteien, Beweise vorzulegen. Die Ergebnisse und eventuelle Maßnahmen, wie die Einführung von Zöllen oder vorübergehenden Kontingenten, sollen in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden.




