Die Renditen langfristiger Staatsanleihen sind in den großen Volkswirtschaften synchron angestiegen, wobei die Vereinigten Staaten, Japan und mehrere europäische Länder Werte verzeichneten, die seit Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurden. In den Vereinigten Staaten erreichte die 30-Jahres-Treasury-Rendite Anfang September 5,3%, während die nordamerikanische Staatsverschuldung erstmals 40 Billionen Dollar überschritt. In Japan überstieg die 10-Jahres-Anleihe erstmals seit drei Jahrzehnten die 3%-Marke. In Europa übertraf die deutsche 10-Jahres-Bund 3,36%, den höchsten Stand seit 2011, und in Frankreich stieg die 10-Jahres-Rendite auf Höchststände seit 2008. In Portugal schloss die 10-Jahres-Rendite über 3,7%, dem höchsten Wert seit Oktober 2023.
Trotz des Anstiegs halten die von der Wirtschaftszeitung befragten Ökonomen es für unwahrscheinlich, dass der Trend in eine Krise mündet. João Moreira Rato, ehemaliger Präsident des IGCP, verweist auf Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit der Haushaltspolitik und eine wachsende Nachfrage nach Finanzierung technologischer Infrastruktur im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz. Cristina Casalinho, ebenfalls ehemalige Präsidentin des IGCP, vertritt die Ansicht, dass die Unternehmensfundamentaldaten sowohl in Europa als auch in den Vereinigten Staaten solide bleiben, mit einer sehr starken Ertragsgenerierungsfähigkeit. Die Ökonomin betont zudem die Stabilität der Kreditspreads und weist darauf hin, dass keine




