Angelo Calori, Spezialist für Governance, Compliance und Finanzkriminalität, führte eine Masterarbeit-Forschung in der Region der 25. de Março in São Paulo durch, speziell im Bereich rund um die Galeria Pagé. Während seiner Beobachtungen und Interviews war er beeindruckt von der Normalität, mit der illegale Produkte an diesem Ort gehandelt werden.
Der Forscher bemerkte eine große Anzahl von Personen, die schwarze Taschen trugen, um Käufe von Raub-, Piraterie- oder Schmuggelsware zu verbergen. In einer der beobachteten Situationen bot ein Verkäufer Elektroschock-Geräte auf dem Gehweg an, in der Nähe von zwei Polizisten und einem Schild, das darauf hinweist, dass der Verkauf und Konsum illegaler Produkte verboten ist.
Calori beschreibt, dass der Handel mit illegalen Produkten an diesem Ort sehr normal und sogar offensiv ist. Seiner Meinung nach hat niemand Angst zu verkaufen, schämt sich niemand zu kaufen, nicht einmal Elektroschocker, während die Militärpolizei vor Ort präsent ist.
Caloris Studie mit dem Titel "Ethische Überzeugungen der Verbraucher über den Konsum illegaler Produkte in Brasilien" wurde in eine Masterarbeit umgewandelt. Er ist auch Gründer der Beratungsfirma Calori Compliance.




