Die Generalbundesanwaltschaft der Republik sprach sich gegen die Durchführung offener Maßnahmen gegen den Gouverneurskandidaten von Bahia, ACM Neto (União), und den Vorsitzenden der Partei União, Antônio Rueda, im Rahmen des sogenannten Falles Master aus. Diese Information wurde in einen Geheimbericht der Bundespolizei aufgenommen, der an eine Entscheidung von Minister André Mendonça am Obersten Gerichtshof angehängt wurde, der in das Fake-News-Verfahren einstieg.
Die Operation gegen ACM Neto und Rueda wurde nicht durchgeführt und war noch auf eine gerichtliche Entscheidung von Mendonça angewiesen. Das Dokument der Bundespolizei zitiert diese Maßnahme als Beispiel dafür, dass der Minister politische Kriterien bei der Festlegung seiner Ermittlungsziele anwenden würde.
Der Bericht der Bundespolizei besagt, dass die Nichtbeteiligung von ACM Neto an den Ermittlungen zum Fall Master zu einem günstigen Wahlszenario für das rechte politische Lager in Bahia beiträgt, wo der Kandidat in den Meinungsumfragen führt. Der Text deutet darauf hin, dass Mendonças Haltung dem rechten Kandidaten direkt nützen würde.
Der Bericht untermauert eine Entscheidung von Minister Alexandre de Moraes, der starke Hinweise auf unregelmäßiges Verhalten identifizierte. Die Entscheidung, Mendonça in das Fake-News-Verfahren einzubeziehen, wurde auf Grundlage dieses Dokuments getroffen, das mutmaßliche parteiische Entscheidungen des Ministers im Fall Master aufzeigt.




