Die politische Woche Brasiliens war von zwei unterschiedlichen Ereignissen geprägt. Auf dem Wahlkampffeld sah der Schriftsteller Augusto Cury (Avante), Präsidentschaftskandidat, wie seine Kampagne einen plötzlichen Aufschwung erlebte und nun nur noch hinter Luiz Inácio Lula da Silva (PT) und Jair Bolsonaro (PL) bei den Wählerstimmen lag. In der am Mittwoch veröffentlichten Quaest-Umfrage erreichte Cury 10 % der Wählerstimmen, acht Punkte mehr als in der vorherigen Erhebung.
Parallel dazu dominierte ein Skandal um den Bankier Daniel Vorcaro, Eigentümer der Banco Master, die Schlagzeilen. Unbekannte Gespräche zwischen Vorcaro und Richter Alexandre de Moraes am Obersten Gerichtshof (STF) enthüllten, dass der Bankier sich wiederholt an den Richter wandte, während er bereits untersucht wurde.
Die Entwicklungen des Skandals veranlassten den ehemaligen Präsidenten Lula, sich politisch von Moraes zu distanzieren. Der Fall könnte Auswirkungen auf die Wahlurne haben und die Stimmung der Wählerschaft während des Präsidentschaftswahlkampfs beeinflussen.
Ein Bericht des Magazins Piauí enthüllte einen Bericht der COAF (Behörde für Finanzaktivitätskontrolle), der zeigte, dass Vorcaro 1,6 Millionen US-Dollar an den von ihm verwalteten Fonds überwies und damit weitere Details zu den Ermittlungen in diesem Fall lieferte.




