Der spanische Premierminister Pedro Sánchez hat seinen Ton gegenüber Marokko während einer Rede vor dem Kongress verschärft und ist von einer Position der Verteidigung der Zusammenarbeit mit Rabat zur Forderung nach Veränderungen übergegangen. Sánchez erklärte, dass „diese Zusammenarbeit anders sein muss", was einen bedeutenden Kurswechsel in der Haltung der spanischen Regierung gegenüber Marokko signalisiert.
Laut Quellen aus der Moncloa ist die Absicht nicht, die diplomatischen Beziehungen zu Marokko zu ändern, sondern die Protokolle im Rahmen der Kooperationsabkommen der Europäischen Union mit Rabat zu verändern. Das Ziel ist, die Grenzkontrollen zu verschärfen, um sicherzustellen, dass sich Situationen wie in Ceuta am 30. und 31. Juli nicht wiederholen.
Die Krise in Ceuta, einer spanischen Exklave in Nordafrika, hat diesen Politikwechsel in der spanischen Außenpolitik ausgelöst. Die Regierung von Sánchez fordert von der Europäischen Union, die Grenzkontrollen als Teil der Kooperationsabkommen mit Marokko zu verschärfen, in einem Versuch, künftige Massenmigrationen zu verhindern.




