Tiago Rodrigues präsentiert in Lissabon und Guimarães das Stück „La Distance", eine realistische Dystopie, die die Kommunikationsprobleme zwischen Vater und Tochter in einer entfernten Zukunft erforscht. Das Stück wird im Rahmen eines Kulturprogramms aufgeführt, das beide portugiesischen Städte umfasst.
Die Handlung spielt im Jahr 2077 und schafft ein futuristisches Szenario, in dem familiäre Dynamiken und Kommunikationsherausforderungen besonders intensiv zum Ausdruck kommen. Das Stück behandelt Themen, die über die traditionelle Science-Fiction hinausgehen und zeitgenössische Fragen über menschliche Beziehungen berühren.
Tiago Rodrigues begründet die Themenwahl mit einer alarmistischen Perspektive auf die Zukunft der Menschheit. Dem Regisseur zufolge gibt es eine glaubwürdige wissenschaftliche Prognose, dass die Welt in 50 Jahren ein Albtraum sein könnte, was die düstere Atmosphäre und die dystopische Vision des Werkes begründet.
„La Distance" erscheint somit als eine Reflexion über den möglichen Verfall menschlicher Beziehungen und der Kommunikationsfähigkeit zwischen Generationen, wobei das Theaterformat genutzt wird, um aktuelle Ängste auf einen entfernten Zeithorizont zu projizieren.




