Ein ergänzendes Gutachten des Instituts für Kriminalistik von São Paulo kam zu dem Schluss, dass die Soldatin Gisele Alves Santana keinen Selbstmord beging. Diese These war von der Verteidigung des Ehemanns der Polizistin, des Oberstleutnants Geraldo Leite Rosa Neto, aufgestellt worden, der sich wegen zahlreicher prozessualer Manipulationen vor Gericht verantworten muss. Dem Dokument, das der CBN vorliegt, zufolge war am Tod von Gisele eine zweite Person beteiligt, und die Gesamtheit der Blutspurenmuster sowie die übrigen am Tatort vorgefundenen Elemente widersprechen der Selbstmordhypothese.
Um den Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren, analysierten die Experten verschiedene Anordnungen in der Wohnung: eine auf der Version des Angeklagten basierende, eine von den zuerst am Tatort eintreffenden Rettungssanitätern geschilderte sowie eine anhand der seinerzeit angefertigten Fotografien rekonstruierte Version.
Diese Versionen wurden mit den dokumentierten Spuren und Hinterlassenschaften abgeglichen. Bei der Arbeit wurde auch eine dreidimensionale Vermessung des Tatorts herangezogen, um die verschiedenen Versionen mit den vorgefundenen physischen Beweisen zu vergleichen.




