Der Internationale Luftverkehrsverband (IATA) betreibt Lobbyarbeit bei der Europäischen Kommission, um die Regulierung des Luftfahrtsektors im kommenden Jahrzehnt zu reduzieren, in einem Moment, in dem Brüssel sich darauf vorbereitet, eine Strategie vorzulegen, die den legislativen Ton für die Luftfahrt definieren wird. Die Organisation, die mehr als 370 Fluggesellschaften vertritt, die für etwa 85 Prozent des weltweiten Luftverkehrs verantwortlich sind, schätzte, dass die Fluggesellschaften im Jahr 2024 rund 9,9 Milliarden Euro für die Einhaltung der europäischen Gesetzgebung ausgegeben haben, und prognostiziert, dass diese Ausgaben bis 2050 jährlich 33 Milliarden erreichen werden. Die IATA forderte außerdem, dass die Kommission die neue Strategie nutzt, um das Engagement zur Reduzierung der Verwaltungslasten um 25 Prozent zu erfüllen.
Einer der Hauptstreitpunkte ist das Emissionshandelssystem (ETS), das ab diesem Jahr die kostenlose Zuteilung von Emissionsrechten an die Luftfahrt vollständig abgeschafft hat. Die IATA vertritt die Ansicht, dass die EU dem CORSIA, dem globalen Emissionsausgleichssystem der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation, Priorität einräumen sollte, anstatt das europäische ETS auf weitere internationale Routen auszuweiten. Die Chefvolkswirtin der IATA, Marie




