Im Caniço auf Madeira wurden das Haus und der Garten, in dem die Künstlerin Lourdes Castro lebte und ihre berühmten Schatten schuf, auf dem Immobilienmarkt für 4,1 Millionen Euro zum Verkauf angeboten. Die Immobilie wird auf dem Markt als „sehr begehrtes Anwesen" beschrieben.
Das Anwesen weckte Interesse, da es sich um den Lebens- und Schaffungsraum einer der wichtigsten Künstlerinnen Portugals handelt. Historiker wie Emanuel Gaspar kritisieren den Verkauf und sind der Ansicht, dass die Einrichtung eines Haus-Museums zu Ehren der Künstlerin hätte in Betracht gezogen werden sollen.
Der Erbe von Lourdes Castro begründete gegenüber der RTP seine Entscheidung zum Verkauf damit, dass der Staat Desinteresse an der Immobilie gezeigt habe und keine Initiativen ergriffen habe, um sie als Kulturstätte zu erhalten.
Der Verkauf wirft Fragen zur Erhaltung des portugiesischen Kunstvermögens auf, da der Raum, in dem Lourdes Castro ihr ikonisches Werk schuf, möglicherweise nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich sein wird.




