Brasilien liefert etwa ein Viertel der europäischen Rindfleischimporte, laut Daten der Rabobank. Die brasilianische Dominanz im globalen Fleischhandel ist jedoch durch strengere europäische Vorschriften zur Verwendung von antimikrobiellen Wachstumsförderern in der Tierhaltung bedroht.
Die Europäische Union verlangt von brasilianischen Exporteuren, bis Donnerstag nachzuweisen, dass sie Fleisch ohne Verabreichung bestimmter Antimikrobiotika an die Tiere liefern können. Andernfalls dürfen sie nicht an den europäischen Block verkaufen. Dem Bericht zufolge wird brasilianisches Rindvieh nicht rechtzeitig bereit sein, um diese Anforderung zu erfüllen.
Europa macht nur 3% der brasilianischen Rindfleischexporte aus, zahlt aber durchschnittlich 9,16 US-Dollar pro Kilogramm, was 50% mehr ist als die 6,11 US-Dollar, die von asiatischen Ländern gezahlt werden. Diese neuen Beschränkungen könnten die Handelsströme neu gestalten, wobei europäische Länder mehr von anderen Lieferanten kaufen, während Brasilien versucht, seine Bestände auf andere Märkte umzuleiten.




