Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die marokkanische Regierung erneut von jeder Verantwortung für die im vergangenen Monat verzeichnete Migrationskrise in der autonomen Stadt Ceuta freigesprochen. Die Erklärung erfolgte am Donnerstag im spanischen Parlament in einem Versuch, den Druck auf sein Kabinett in Madrid zu lindern.
Die Opposition und Volksgruppen haben Rücktrittsforderungen gestellt und Proteste gegen Sánchez organisiert. Am Mittwochabend gingen Tausende in der spanischen Exklave in Nordafrika auf die Straßen, um ihre Unzufriedenheit mit der Regierung zum Ausdruck zu bringen.
Vor dem Parlament erklärte Sánchez, dass keine Regierungsbehörde oder internationale Organisation der spanischen Regierung stichhaltige Beweise dafür geliefert habe, dass Marokko die Migrationskrise geplant oder durchgeführt habe.
Der Premierminister bekräftigte die offizielle Version, dass Desinformationsnetzwerke die Überquerungen von Migranten nach Ceuta angeregt hätten, und wiederholte damit die Position, die seine Regierung seit Beginn der Krise vertritt.




