Die Variante Nascente von Évora, die in die IP2 eingebunden ist, wurde am 3. September 2026 mit der Eröffnung von 12,8 Kilometern neuer Straße eingeweiht, die aus dem Aufbau- und Resilienzplan finanziert wurde. An der Zeremonie nahmen der Staatssekretär für Infrastrukturen, Hugo Espírito Santo, der Vorsitzende des Verwaltungsrats der Infraestruturas de Portugal, Paulo Carmona, sowie der Vizebürgermeister der Stadt Évora, Jerónimo José, teil.
Die neue Straße zielt darauf ab, die Verkehrsbedingungen und die Verkehrssicherheit zu verbessern und den Durchgangsverkehr aus dem Stadtzentrum von Évora herauszunehmen. Von der Stadtverwaltung zitierte Studien gehen von einer Reduzierung des Autoverkehrs im Stadtzentrum zwischen 30 und 40 Prozent aus, die in einem als optimal betrachteten Szenario bis zu 50 Prozent erreichen kann. Die Infrastruktur verfügt über einen Mittelstreifen und zwei Fahrspuren – Merkmale, die der Regierungsvertreter als grundlegend für die Reduzierung der Unfallhäufigkeit ansah.
Die Variante Nascente entspricht noch nicht dem vollständigen Ausbau der geplanten Verbindung, da der Abschnitt zwischen dem Ende der Variante und der IP2 im Bereich São Manços noch nicht realisiert wurde. Hugo Espírito Santo erklärte, dass die Regierung sich für die Umsetzung dieser Verbindung einsetzt und dass die Infraestruturas de Portugal plant, bis Ende 2028 rund 700 Millionen Euro im Alentejo zu investieren.
Im Rahmen des PRR übertraf die Infraestruturas de Portugal das festgelegte Ziel von 111 Kilometern gebauter oder sanierter Straßen und erreichte 154 Kilometer. Paulo Carmona betonte, dass das Unternehmen alle 21 vertraglich vereinbarten Ziele erfüllt hat und 508 Millionen Euro an europäischen Fördermitteln erhielt, was 94 Prozent der verfügbaren Finanzierung entspricht. Für die Stadtverwaltung von Évora stellt die neue Infrastruktur eine Gelegenheit dar, die wirtschaftliche Attraktivität zu stärken und gegebenenfalls Logistikplattformen in der Region anzusiedeln.




