Die Wirtschaftskrise, die Ceuta im Sommer heimsuchte, verursacht weiterhin erhebliche Auswirkungen, und das Unternehmen La Casa del TPV warnte, dass die Stabilisierung des lokalen Handels zwischen sechs und zwölf Monaten dauern kann, abhängig von der Erholung des Tourismus, dem Verbrauchervertrauen, der Liquiditätsverfügbarkeit und den öffentlichen Unterstützungsmaßnahmen. Der Bericht „Ceuta 2026. Wirtschaftliche Auswirkungen auf den Kleinhandel und Erholungsperspektiven" skizziert drei mögliche Szenarien: ein optimistisches von drei bis sechs Monaten, ein zentrales von sechs bis zwölf Monaten und ein pessimistisches, das sich über ein Jahr hinaus erstrecken kann.
Laut der Handelskammer von Ceuta belaufen sich die direkten wirtschaftlichen Verluste auf etwa 33,04 Millionen Euro, mit einem durchschnittlichen Rückgang von 53% bei den Handelsumsätzen und 50,7% im Beherbergungs- und Gaststättengewerbe. Die touristische Nachfrage ist um fast 90% zurückgegangen, und die traditionellen Fiestas Patronales wurden abgesagt, was geschätzte Verluste von 15,7 Millionen Euro zur Folge hatte. Die Analyse wurde auf Grundlage von 302 Unternehmen durchgeführt, die etwa 9,3% des lokalen Unternehmensgefüges repräsentieren.
José Ángel Salas, Commercial Director von La Casa del TPV, äußerte Besorgnis über potenzielle Liquiditätsprobleme, die sich in den kommenden Monaten verschärfen könnten und Zahlungen an Lieferanten, die Bestandsauffüllung und die Vorbereitung auf die Feiertagssaison erschweren. Besorgniserregend ist, dass 74% der Unternehmen ihre Belegschaft bereits angepasst haben, wobei der Beherbergungssektor Veränderungen von bis zu 90,9% aufweist.
La Casa del TPV schlägt eine Reihe von Maßnahmen vor, um einen Ketteneffekt zu vermeiden, darunter direkte Hilfen in Verbindung mit Umsatzeinbußen, außerordentliche Liquiditätslinien, steuerliche Fristen und befristete Zuschüsse zu den Arbeitskosten. Das Unternehmen betont, dass die Erhaltung des Unternehmensgefüges unerlässlich ist, um zu verhindern, dass weitere Schließungen die künftige wirtschaftliche Erholung gefährden.




