Der ehemalige Generalbundesanwalt Claudio Fonteles erklärte, dass der Fall des Unternehmens Master die größte Krise des Obersten Gerichtshofs (STF) darstellt. Seiner Meinung nach sollte der amtierende Generalbundesanwalt Paulo Gonet den Fall niederlegen, ebenso wie Minister Alexandre de Moraes wegen der angeblichen Unregelmäßigkeiten im Verfahren untersucht werden sollte.
Fonteles kritisierte den von Gonet gestellten Antrag auf Ungültigkeitserklärung des Bundespolizeiberichts. Das Dokument war auf Bitte des STF-Ministers André Mendonça erstellt worden, der ebenfalls in dem Fall tätig ist. Nach Einschätzung des ehemaligen Generalbundesanwalts gibt es keine juristische Grundlage, den von der Bundespolizei erstellten Bericht für ungültig zu erklären.
Der Master-Fall umfasst Ermittlungen zu angeblichen Unregelmäßigkeiten in Gerichtsentscheidungen im Zusammenhang mit dem Unternehmen. Der Streit dreht sich um Bundespolizeiberichte, die unter hinterfragten Umständen erstellt wurden, was zu einem Stillstand zwischen verschiedenen Ministern des Gerichts führt.
Fonteles' Stellungnahme stellt eine seltene kritische Position dar, die von einem ehemaligen Leiter der Bundesanwaltschaft geäußert wird, und erhöht den Druck auf die Verfahrensführung innerhalb des STF sowie auf Gonets Handeln als Generalbundesanwalt.




