Die Kampagne von Flávio Bolsonaro (PL-RJ) hat beschlossen, trotz der Ablehnung einer Geldstrafe durch das Oberste Wahlgericht (TSE) am Dienstag weiterhin vorsichtig mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Nutzung des Bildes des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro umzugehen. Das Video hatte eine Äußerung des ehemaligen Staatsoberhaupts simuliert. Die Einschätzung des Kandidendenteams ist, dass die TSE-Entscheidung auf den entschiedenen Fall beschränkt bleibt und das Risiko neuer rechtlicher Anfechtungen von Materialien vor dem Wahlgericht nicht ausschließt.
Um Bolsonaro in der Kampagne präsent zu halten, beabsichtigt das Team, vor allem auf alte Bilder, Videos und Aussagen des ehemaligen Präsidenten zurückzugreifen. Das Material wird bereits im Wahlwerbezeitraum und auch in Präsentationen bei Veranstaltungen verwendet, als Alternative zu neuen Nachbildungen durch Künstliche Intelligenz.
Ein Beispiel wurde von Flávios Wahlkampfteam am Dienstag auf Instagram veröffentlicht. Der Kandidat verwendete einen Ausschnitt aus einem Interview Bolsonaros vom Februar 2025, in dem der ehemalige Präsident weinend zu sehen ist. Die Strategie zielt darauf ab, das Bild Bolsonaros mit der Kampagne zu verknüpfen, ohne auf digitale Nachbildungen zurückzugreifen, die neue rechtliche Fragen aufwerfen könnten.




