Das zweitägige Gipfeltreffen der Organisation für Zusammenarbeit in Schanghai (OCS) endete am Dienstag in Bischkek, der Hauptstadt Kirgisistans, mit einer gemeinsamen Erklärung der zehn Mitgliedstaaten des Blocks, der 43% der Weltbevölkerung vertritt. Die Erklärung von Bischkek setzt sich für eine multipolare Welt ein und fordert Reformen der globalen Governance für eine größere Repräsentativität der Nationen sowie die Vertiefung der wirtschaftlichen, finanziellen, sicherheitspolitischen und energetischen Beziehungen, einschließlich der Umsetzung der Strategie für wirtschaftliche Entwicklung bis 2030.
Die Organisation verurteilte die amerikanischen Angriffe auf den Iran und erklärte, dass diese "die Grundsätze und Normen des Völkerrechts verletzen", und bekräftigte das Bekenntnis zur Souveränität und territorialen Integrität des Iran sowie zu den Maßnahmen Israels in der Region. Der Schwerpunkt des Treffens lag auf den globalen Störungen, die sich aus den Konflikten in der Ukraine und im Iran ergeben und die zu einem Anstieg der Öl- und Rohstoffpreise geführt haben.
In einem unerwarteten Moment wandte sich der indische Premierminister Narendra Modi direkt an Wladimir Putin mit der Bitte, den Krieg in der Ukraine zu beenden, und erklärte: "Wir müssen von einem endlosen Krieg zum Ende des Krieges übergehen." Dieser Austausch legte interne Spannungen innerhalb der Organisation offen, die Rivalen wie Indien und China oder Inder und Pakistani zusammenbringt. Der chinesische Präsident Xi Jinping rief dazu auf, dass die OCS als internationale Plattform eine zentrale Rolle spielen soll, und schlug einen Vier-Punkte-Plan zur Förderung der Neuen Seidenstraße vor.
Bei den bilateralen Treffen




