Die Region Alentejo erzielte im Juli positive Tourismusergebnisse mit einem Anstieg von 7,7% bei den Übernachtungen, insgesamt 466.900. Die Gesamteinnahmen stiegen um 19,8% auf 49,9 Millionen Euro, und die Übernachtungseinnahmen wuchsen um 19,7% auf 39,7 Millionen Euro. Der durchschnittliche Tagespreis stieg um 12,5% auf 168,8 Euro. In den ersten sieben Monaten war das Alentejo die Region mit dem zweitgrößten prozentualen Wachstum mit 7,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Präsident der Regionalen Tourismusbehörde des Alentejo und Ribatejo (ERTAR), José Santos, warnte jedoch, dass 2024 ein herausforderndes Jahr ist und man sich nicht von den positiven Zahlen täuschen lassen sollte. Der nordamerikanische Markt, der zehn Jahre lang der zweitgrößte Auslandsmarkt der Region war mit einem jährlichen Wachstum von 20%, befindet sich nun im Rückgang. Im Juli überholte der deutsche Markt den nordamerikanischen im Alentejo, und Santos untersucht die Ursachen dieses Einbruchs.
Zu den möglichen Erklärungen für den Rückgang des nordamerikanischen Marktes erwähnte José Santos, dass einige Cycling-Operateure ihre Aktivitäten in andere Regionen Portugals verlagert haben könnten, und dass die Weltmeisterschaft und die internationale geopolitische Lage die Entwicklung beeinflusst haben könnten. Die ERTAR arbeitet daran, kurzfristig auf dem nordamerikanischen Markt vertreten zu sein, was Santos für die Zukunft der Region als unerlässlich betrachtet.
Der Flughafen Beja wird als potenzieller Mehrwert zur Stärkung der Verbindung zu den Vereinigten Staaten genannt. José Santos enthüllte, dass portugiesische Reisebüros Programme vermarkten, die das Baixo Alentejo umfassen, und dass die Qualität der Region von den Touristen anerkannt wird. Der Präsident der ERTAR glaubt, dass Évora als Europäische Kulturhauptstadt 2027 ein zusätzliches Argument sein kann, um mehr nordamerikanische Touristen anzuziehen.




