Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) meldete, dass die Mehrheit der generativen KI-Chatbots, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, einschließlich ChatGPT, Benutzern den Zugang zu Inhalten russischer Staatsmedien ermöglichen, die europäischen Sanktionen unterliegen und in der Europäischen Union verboten sind.
Laut RSF stellt diese Situation eine erhebliche Schwachstelle bei der Durchsetzung der von der EU gegen bestimmte russische Medien verhängten Sanktionen dar, da die Chatbots Zugang zu Inhalten bieten können, die im europäischen Gebiet blockiert sein sollten.
Die Organisation warnte, dass diese Sicherheitslücke die Bemühungen der Europäischen Union beeinträchtigt, die Verbreitung von Desinformation und russischer Propaganda einzudämmen, und es europäischen Bürgern ermöglicht, die gegen russische Staatsmedien verhängten Beschränkungen zu umgehen.
Die Meldung von RSF erfolgt in einem Kontext geopolitischer Spannungen zwischen der Europäischen Union und Russland, in dem Sanktionen gegen russische Staatsmedien ein wesentliches Instrument zur Bekämpfung der informativen Einflussnahme des Kremls im europäischen Raum darstellen.



