Portugal steht vor einem Arbeitsmarktparadoxon: Unternehmen beklagen einen Mangel an Arbeitskräften, während die Jugendarbeitslosigkeit bei der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen bei 18,4% bleibt und damit weit über dem nationalen Durchschnitt von 5,6% liegt. Der Artikel vertritt die Ansicht, dass junge Menschen für die Erneuerung von Organisationen und die Weitergabe von Wissen zwischen den Generationen unerlässlich sind, warnt jedoch, dass es nicht ausreicht, sie anzuziehen – es müssen auch faire Löhne, Aufstiegschancen und Stabilität geboten werden. Angesichts von Eurostat-Projektionen, die einen Rückgang der erwerbsfähigen Bevölkerung um 21% bis 2050 erwarten lassen, kann sich das Land nicht den Luxus erlauben, Talente zu verschwenden. Die Ausbildung junger Menschen wird als Investition und nicht als Kostenfaktor dargestellt, und es wird eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Berufsverbänden, Unternehmen und Bildungseinrichtungen gefordert, um Studierende über bestehende Chancen zu informieren und die Fachkräfte zu halten, die Portugal benötigt.
Eco03.09.26, 01:30