Die Magellanstraße gewinnt den Status als strategische maritime Route auf geopolitischer Ebene zurück. Jahrzehntelang hatte diese Passage nach der Eröffnung des Panamakanals für die Handelsschifffahrt an Bedeutung verloren. Doch die Trockenheit, die den Panamakanal beeinträchtigt, übt Druck auf die wichtigste interozeanische Passage aus und veranlasst immer mehr Schiffe, sich für einen Umweg weiter im Süden durch die Magellanstraße zu entscheiden.
Die offizielle Kartografie, sowohl Chiles als auch Argentiniens, ist klar hinsichtlich der Hoheit über die Magellanstraße. In ihrer gesamten Ausdehnung gehört die Passage Chile, wie im Vertrag von 1881 zwischen den beiden südamerikanischen Ländern festgelegt.
Dieses Abkommen wurde später durch den Freundschafts- und Friedensvertrag von 1984 bestätigt, der nach einem langen Grenzstreit zwischen Chile und Argentinien zustande kam. Die Beilegung dieser territorialen Streitfrage wurde von Papst Johannes Paul II. vermittelt, der half, die Grenzen der umstrittenen Region des Beagle-Kanals zu definieren und damit einen Konflikt zu beenden, der sich über Jahrzehnte hinzog.




