Die 26. Open-Air-Kinovorführung von Tavira fand in zwei Zeiträumen statt, zwischen dem 16. und 26. Juli sowie zwischen dem 6. und 16. August, in den Kreuzgängen des Convento do Carmo, und zog rund 3500 Personen in 22 Vorführungen an. Organisiert vom Cineclube de Tavira, stand die diesjährige Ausgabe unter dem Motto „Musik, Liebe und der Wunsch nach Veränderung" und präsentierte 22 Spielfilme aus verschiedenen Ländern sowie einen Kurzfilm der tavirenser Regisseurin Inês Nunes. Der Monat Juli verzeichnete die höchste Besucherzahl, wobei der Eröffnungsfilm „One to One: John & Yoko" die Kapazitätsgrenze erreichte und Vorführungen wie „Um Poeta", „Agente Secreto", „Arco", „Dj Ahmet" und „Foi Só um Acidente" jeweils rund 200 Zuschauer pro Abend anzogen.
Zu den Höhepunkten des Programms gehörte die Vorführung von „A Solidão dos Lagartos", einem Kurzfilm von Inês Nunes mit nicht professionellen Schauspielern aus dem Algarve. Die Vorführung ermöglichte es dem Publikum, mit der Regisseurin zu sprechen und die Protagonisten des Films kennenzulernen. Neben Inês Nunes war auch Catarina Alves Costa zu Gast, die den Dokumentarfilm „Orlando Pantera" vorstellte, sowie Pedro Pinho, der bei der Abschlussvorführung mit „O Riso e a Faca" anwesend war. Das Treffen mit Pedro Pinho dauerte bis 03:00 Uhr morgens in der letzten Nacht.
Der Dokumentarfilm „Orlando Pantera" über das Leben und Werk des kapverdischen Musikers und Komponisten war der Publikumsfavorit und erreichte 9,40 Punkte auf einer Skala von eins bis zehn in der durchgeführten Abstimmung. Die zweithöchste Bewertung erhielt „Die kleine Amélie", ein Animationsfilm basierend auf dem autobiografischen Buch von Amélie Nothomb.
Die Programmgestalterin Candela Varas äußerte sich zufrieden mit den Ergebnissen und betonte auch die Arbeit der Freiwilligen und die Auswirkungen, die die Teilnahme an der Vorführung auf junge Menschen hatte, die sich nach ihrem Freiwilligendienst entschlossen, Film zu studieren. Die Ausgabe von 2026 brachte auch Neuigkeiten in der Bar der Vorführung, deren Speisekarte von der Köchin Hélène Yassenesky gestaltet wurde. Die Organisation wurde unterstützt von der Stadtverwaltung Tavira, dem Institut für Film und Audiovisuelles, Europa Cinemas, der Kultureinheit der Koordinierungs- und Entwicklungsregion Algarve sowie lokalen Unternehmen.
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