Der ehemalige Bürgermeister der Stadtgemeinde Vila Nova de Famalicão, Agostinho Fernandes, reagierte heftig auf einen Vorschlag der Sozialistischen Partei, der Casa das Artes seinen Namen zu geben. In einem offenen Brief an den amtierenden Bürgermeister der Gemeinde, Mário Passos, vom 29. August, brachte der ehemalige sozialistische Kommunalpolitiker seine vollständige Ablehnung der Initiative zum Ausdruck und klassifizierte den gesamten Prozess als eine Reihe von politisch-parteilichen Manövern und reiner Käuflichkeit.
Die Positionierung erfolgt fast zwei Monate, nachdem der Vorschlag in einer außerordentlichen Gemeinderatssitzung am 3. Juli eingebracht und von der PSD/CDS-Mehrheit mit Enthaltung des Chega abgelehnt wurde. Die Initiative sah nicht nur die Auszeichnung von Agostinho Fernandes vor, sondern auch die Benennung des Stadtparks nach dem ehemaligen Bürgermeister Armindo Costa.
Agostinho Fernandes betrachtete es als merkwürdig, dass der PS-Vorschlag auch die Ehrung von Armindo Costa vorsah, und erklärte, dass dessen Handeln das Andenken und die ernsthafte und ehrenhafte Arbeit seiner Vorgänger sehr verletzt habe. Der ehemalige Bürgermeister richtete seine Kritik auch gegen die lokale PSD-Führung und äußerte sein Erstaunen über deren Engagement, den sozialistischen Vorschlag zu unterstützen, bis hin dazu, Mário Passos das politische Vertrauen zu entziehen, weil dieser dagegen gestimmt hatte.
In dem offenen Brief verlagerte Agostinho Fernandes das Verdienst von seiner Person auf die Konzeption und den Bau der Casa das Artes und erinnerte daran, dass das Projekt nicht ausschließlich auf seiner Entscheidung beruhte und nur dank der Arbeit und Zusammenarbeit anderer Kommunalpolitiker und Bediensteter verwirklicht werden konnte. Der ehemalige Bürgermeister forderte ausdrücklich, dass Mário Passos zur Kenntnis nimmt, dass er die Verwendung seines Namens zur Bedienung der Interessen Dritter nicht akzeptiert und verurteilt, und lehnte kategorisch etwaige neue Verfahren oder Ehrungen ab.




