Der Römische Bergwerkskomplex Tresminas in Vila Pouca de Aguiar ist weiterhin Gegenstand neuer Forschungs- und wissenschaftlicher Aufwertungsarbeiten im Rahmen einer Partnerschaft zwischen deutschen Universitäten und der Gemeinde Vila Pouca de Aguiar. Die Universität Hafencity in Hamburg hat an der Georeferenzierung, Neulokalisierung und Validierung geografischer Informationen bezüglich der archäologischen Stätten und Überreste, die den Bergwerkskomplex bilden, mitgewirkt und trägt dazu bei, das Wissen über eines der bedeutendsten Zeugnisse des römischen Bergbaus in diesem Gebiet zu vertiefen.
Zwischen dem 21. August und dem 4. September sind 12 Studierende der Universität Hafencity an den Feldarbeiten beteiligt, begleitet, erstmals, von zwei Studierenden der Archäologie der Universität Frankfurt. Das Team wird von der Forscherin Regula Wahl-Clerici betreut. Die im Rahmen des Studiengangs Geodäsie und Geomatik entwickelten Arbeiten nutzen zerstörungsfreie Techniken, insbesondere Fotogrammetrie und Laserscanning, die es ermöglichen, präzise Vermessungen des Erbes durchzuführen, ohne physisch in die archäologischen Strukturen einzugreifen.
Die Zusammenarbeit zwischen den deutschen Universitäten und der Gemeinde Vila Pouca de Aguiar ging über die Grenzen von Tresminas hinaus. Während ihres Aufenthalts in der Gemeinde führten die Studierenden auch die dreidimensionale Vermessung der Kirche Santa Eulália de Pensalvos durch und führten darüber hinaus fotogrammetrische Vermessungsarbeiten der aus Tresminas stammenden römischen Altäre durch, die derzeit im Museum der Gesellschaft Martins Sarmento in Guimarães ausgestellt sind.
Die gesammelten Daten können als Grundlage für neue Studien und wissenschaftliche Veröffentlichungen dienen und ermöglichen die Aktualisierung wissenschaftlicher Informationen über die alten Bergwerksinfrastrukturen und das mit der römischen Ausbeutung verbundene Wasserversorgungssystem. Der Einsatz dieser Technologien ermöglicht die Erstellung detaillierter digitaler Aufzeichnungen der patrimonischen Überreste und trägt gleichzeitig zur wissenschaftlichen Forschung, zur Konservierung und zur künftigen Aufwertung und Verbreitung des historischen und archäologischen Erbes von Vila Pouca de Aguiar bei.




