Mit 23 Jahren war die walisische Sängerin Duffy eine der gefeiertsten Stimmen der internationalen Popmusik. Ihr Hit „Mercy" und das Debütalbum „Rockferry" bescherten ihr einen Grammy und mehrfache Platinauszeichnungen. Doch nach der Veröffentlichung der zweiten Platte im Jahr 2010 verschwand die Künstlerin plötzlich von der Bildfläche, ohne dass Fans und Branche während eines Jahrzehnts eine Erklärung erhielten.
Das Rätsel wurde erst 2020 gelöst, als Duffy einen ausführlichen Bericht veröffentlichte, in dem sie offenbarte, dass sie Opfer einer Entführung, von Doping und fortgesetzten Misshandlungen über einen Zeitraum von vier Wochen geworden war. Die Sängerin erklärte, dass sie an ihrem Geburtstag in einem Restaurant betäubt, gegen ihren Willen in ein fremdes Land gebracht und in Gefangenschaft gehalten wurde. Nachdem sie in ihrem eigenen Zuhause wieder zu Bewusstsein kam, lebte sie jahrelang in Isolation und Terror. Die Angst vor Vergeltungsmaßnahmen seitens des Aggressors – der weiterhin nicht öffentlich identifiziert ist – hinderte sie daran, sich umgehend an die Behörden zu wenden. Erst nachdem sie Opfer von Erpressung und eines Einbruchsversuchs in ihrer Wohnung wurde, erstattete die Sängerin Anzeige bei der Polizei.
Die erste Annäherung an die Musik erfolgte im April 2020, mitten im Lockdown der COVID-19-Pandemie, als sie einen bisher unveröffentlichten Titel an den Radiosender BBC als Botschaft der Hoffnung schickte. Nun, 15 Jahre nach ihrem letzten öffentlichen Auftritt, verwirklichte die walisische Sängerin, die mittlerweile 41 Jahre alt ist, ihre offizielle Rückkehr auf die Bühne mit einem intimen Konzert für 50 Fans in London. Parallel zu dieser Rückkehr und der Ankündigung, dass sie an neuen Songs arbeitet, wird die Geschichte ihrer Überwindung und der Werdegang der Künstlerin in einer neuen Dokumentarserie erzählt, deren Premiere auf der Plattform Disney+ geplant ist.



