Pedro Frazão drohte über eine in den sozialen Medien veröffentlichte Erklärung, die portugiesische Nachrichtenagentur, die Ecclesiale Agentur, zu schließen, wenn die Chega-Partei an die Macht kommt. In dem Beitrag, der mehrere Beleidigungen gegen die Journalisten enthält, beschuldigt Frazão die Agentur, "Propaganda" zu betreiben, und kritisiert, was er als redaktionelle Ausrichtung zugunsten anderer politischer Kräfte ansieht.
Die Arbeiter der Agentur reagierten auf diese Drohung und forderten eine klare Position vom Verteidigungsminister Aguiar-Branco, der die Agentur als Unternehmen des staatlichen Unternehmenssektors betreut. Die Besorgnis bezieht sich darauf, dass die Drohung in einem politischen Kontext erfolgt, in dem Chega in den Umfragen an Stärke gewonnen hat und Möglichkeiten diskutiert, zukünftige Regierungen zu bilden.
Die Agentur, die die Hauptquelle für Nachrichteninformationen für die Medienorgane in Portugal ist, fungiert als öffentlicher Dienst, der für das Medienökosystem des Landes unerlässlich ist. Jeder Versuch einer Schließung oder einer direkten politischen Einmischung in ihre Tätigkeit würde als Angriff auf die Pressefreiheit und den Informationspluralismus angesehen.
Diese Situation entsteht in einem Moment zunehmender politischer Spannungen in Portugal, wobei die rechtsextreme Partei Chega sich als relevante Kraft in der nationalen politischen Landschaft positioniert, was Bedenken über die Zukunft der unabhängigen Medien im Land aufwirft.




