Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat an diesem Mittwoch ein Gesetz sanktioniert, das die Erstellung von Protokollen für die Versorgung kardiovaskulärer Notfälle im Sistema Único de Saúde (SUS) vorsieht. Die Maßnahme ermöglicht die Verabreichung thrombolytischer Medikamente in Unidades de Pronto Atendimento (UPAs) gemäß Sicherheits- und Wirksamkeitskriterien, die noch von der Regierung festgelegt werden müssen.
Thrombolytische Medikamente werden zur Auflösung von Blutgerinnseln eingesetzt, die den Blutkreislauf unterbrechen. Bei bestimmten Fällen von Herzinfarkt kann die Verabreichung dieser Medikamente den Blutfluss wiederherstellen und Heratschäden reduzieren. Die Schnelligkeit der Behandlung gilt bei dieser Art von Notfall als entscheidend, da eine Verzögerung beim Behandlungsbeginn das Risiko von Folgeschäden und Tod erhöht.
Die Änderung ermöglicht es, die Behandlung bereits in der UPA zu beginnen, ohne dass der Patient zwangsläufig auf die Überweisung in ein Krankenhaus mit spezialisierter Infrastruktur warten muss. Dadurch soll die Zeit zwischen Diagnose und Beginn der thrombolytischen Therapie verkürzt werden, insbesondere in Regionen, in denen der Zugang zu spezialisierten Krankenhäusern stärker eingeschränkt ist.
Die Maßnahme könnte vor allem außerhalb der großen Ballungszentren Wirkung zeigen, wo die Entfernung zu Krankenhäusern mit vollständiger Infrastruktur für die kardiologische Versorgung in der Regel größer ist. Die Erwartung ist, dass die Erweiterung des Zugangs zur Behandlung in den UPAs dazu beiträgt, Komplikationen und Sterblichkeit durch kardiovaskuläre Notfälle in weiter vom Stadtkern entfernten Gebieten zu reduzieren.




