Papst Leo XIV. sprach heute dem Präsidenten von Kolumbien, Abelardo de la Espriella, in einem Telefonat seine Solidarität bezüglich der Folgen des jüngsten Erdbebens aus, das das Land erschütterte. In einer Mitteilung des Heiligen Stuhls heißt es, der Pontifex habe allen, die unter den „schweren Folgen" des Bebens leiden, seine Verbundenheit zum Ausdruck gebracht und dabei den Familien der Verstorbenen, den Verletzten, den Rettungsteams und dem humanitären Personal besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Das Gespräch zwischen den beiden Staatsoberhäuptern diente auch der Analyse der nationalen Lage und der Situation in den vom Erdbeben betroffenen Regionen. Die neu vereidigte kolumbianische Regierung hatte bereits den wirtschaftlichen Notstand ausgerufen, um einen geschätzten Verlust von 0,27 Prozentpunkten beim Wachstum des Bruttoinlandsprodukts abzumildern.
Das am 10. August registrierte Beben forderte 314 Tote, ließ Hunderte Menschen unter den Trümmern vermisst und Tausende Verletzte zurück. Die Naturkatastrophe führte zum vollständigen Einsturz von fast 600 Gebäuden und hinterließ mehr als 150.000 beschädigte Wohnungen, wodurch rund 54.000 Bürger unmittelbar betroffen waren.
Die Schäden erstreckten sich auf mindestens sieben Flughäfen und trafen schwer zwölf der fünfzehn historischen Viertel der Kaffeekulturlandschaft, ein von der UNESCO geschütztes Gebiet. Der staatliche Finanzhilfeplan sieht die Gewährung monatlicher Beihilfen in Höhe von etwa 875.000 Pesos an die obdachlos gewordenen Familien vor, um den Wiederaufbau anzustoßen.




