Die Streitkräfte der Vereinigten Staaten haben ein Jahr der Angriffe auf die sogenannten „Narcoboote" in der Karibik und im östlichen Pazifik abgeschlossen, in einem Bemühen, den Kokainstrom in die Vereinigten Staaten zu stoppen. In diesem Zeitraum kamen mindestens 227 Menschen bei diesen Militäroperationen ums Leben.
Das Pentagon behauptet, dass rekordverdächtige Rückgänge bei der illegalen maritimen Aktivität in diesen Regionen erzielt wurden. Ein Bericht der DEA (Drogenbekämpfungsbehörde der USA), der von der Zeitung The Washington Post veröffentlicht wurde, widerspricht jedoch dieser Erfolgsgeschichte.
Demnach gelang es den Operationen nicht, das Kokainangebot oder seinen Preis auf dem nordamerikanischen Markt wesentlich zu beeinträchtigen. Die Droge fließt weiterhin in ähnlichen Mengen in die Vereinigten Staaten wie vor den Angriffen.
Die „Narcoboote" sind schnelle Boote, die von kolumbianischen und mexikanischen Kartellen eingesetzt werden, um große Kokainladungen durch internationale Gewässer zu transportieren und dabei die traditionellen Schmuggelrouten zu umgehen.



