Rio de Janeiro wird in den kommenden Jahren eine Welle von Pensionierungen öffentlich Bediensteter erleben, was die Tendenz verschärft, mehr für inaktives Personal auszugeben als für Mitarbeiter im aktiven Dienst. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von RioAgora in Zusammenarbeit mit República.org. Der Staat verfügt über 420.442 Beschäftigungsverhältnisse, aber nur 42,6% davon sind aktive Beamte. Der Großteil befindet sich bereits außerhalb der Gehaltsliste: 159.629 sind pensioniert (38,0%) und 81.822 sind Hinterbliebene (19,5%). Pro 100 aktiven Beamten muss der Staat bereits etwa 135 Inaktive unterhalten.
Die derzeit im Staat tätigen Beamten sind zwischen 40 und 50 Jahren alt und befinden sich ein bis zwei Jahrzehnte vor der Pensionierung. Fast 42% der Belegschaft befindet sich in einer Karrierephase, die sich in den kommenden Zyklen der Rentenberechtigung nähert. Das bedeutet, dass der Bestand an aktiven Beamten in den kommenden Jahren erheblich sinken sollte.
Je mehr Beamte sich pensionieren, desto geringer wird der budgetäre Spielraum für die Durchführung von öffentlichen Ausschreibungen, Stellenbesetzungen und Gehaltserhöhungen. Die Studie warnt, dass der Staat sich auf diese demografische Transition der Gehaltsliste vorbereiten muss. Der Ökonom Guilherme Cézar Coelho wurde als Quelle der Studie genannt.




