Der Diebstahl von Kunstwerken und wertvollen Gegenständen aus europäischen Museen ist im letzten Jahr zu einer häufigeren Nachricht geworden, seit dem spektakulären Überfall auf das Louvre im Oktober 2025. Der jüngste Fall ereignete sich am vergangenen Donnerstag, dem 27. August, als zwei nicht identifizierte Männer das Museum für Angewandte Kunst in Wien während der Öffnungszeiten betraten. Die Räuber kauften Eintrittskarten, hatten ihre Gesichter unbedeckt und wurden von den Überwachungskameras erfasst. Sie benutzten einen Hammer, um eine Glasvitrine in der Van Cleef & Arpels-Schmuckausstellung zu zerbrechen, stahlen eine Halskette und flohen. Niemand wurde verletzt.
Das gestohlene Stück ist eine Platinhalskette von Van Cleef & Arpels mit 673 Diamanten, insgesamt mehr als 200 Karat, im Wert von mehreren Millionen Dollar. Die Halskette wurde für die ägyptische Königsfamilie angefertigt und von Königin Nazli 1939 bei der Hochzeit ihrer Tochter, Prinzessin Fawzia, mit Mohammad Reza Pahlavi, dem damaligen Kronprinzen des Irans und späteren letzten Schah des Landes, getragen. Sie wurde 2015 bei Sotheby's in New York für 4,3 Millionen Dollar verkauft.
Die Halskette war Teil der Ausstellung „Glanzstücke", die Schmuck von Van Cleef & Arpels und Stücke aus der MAK-Sammlung umfasste, insgesamt etwa 500 Objekte. Die im Juni eröffnete Ausstellung sollte ursprünglich am 27. September schließen, ist aber nach diesem Vorfall auf unbestimmte Zeit geschlossen.
Der Diebstahl erinnert an einen Raubüberfall, der 2003 in Österreich




