Die strafrechtliche Untersuchung zur Entgleisung des Glória-Aufzugs, die 16 Todesopfer und Dutzende Verletzte forderte, wird sich voraussichtlich bis zum ersten Quartal 2027 hinziehen. Der Abschluss der Tests und technischen Begutachtungen ist für November geplant, gefolgt von einer Analyse der Fakten und der gesammelten Hinweise, bevor eine Entscheidung über mögliche strafrechtliche Verantwortlichkeiten getroffen wird.
Die Untersuchung läuft autonom neben der des Amtes für Unfallverhütung und -untersuchung bei Luftfahrzeugen und Eisenbahnunfällen (GPIAAF), wobei beide mehrere Berührungspunkte haben. Es wurden gemeinsame Begutachtungen für beide Untersuchungen durchgeführt, jedoch mit unterschiedlichen Zielen: Die strafrechtliche Untersuchung zielt darauf ab, mögliche Verantwortlichkeiten zu klären, während die des GPIAAF wesentlich technischer und präventiver Natur ist.
Zu den untersuchten Fragen gehören die Eigenschaften, der Betriebszustand und das Verhalten des Zugseils und seiner Befestigung am Fahrzeug, die verschiedenen Bremssysteme, das dynamische Verhalten der Fahrzeuge, die Haftungsbedingungen der Bremsen an Schienen und Rädern sowie die Beziehung zwischen dem elektrischen System der Fahrzeuge, den Bremsmechanismen und dem Zugseil. Die Untersuchung umfasst auch die Analyse der Organisation der Carris und ihrer Wartungs-, Zertifizierungs- und Sicherheitsverfahren.
Die Komplexität der Arbeiten erforderte die Anfertigung und Beschaffung spezifischer Strukturen und Teile für die Durchführung von Tests, von denen einige zerstörerisch und nicht wiederholbar sind. Die Weiterentwicklung der Begutachtungen selbst führte zur Identifizierung neuer technischer Fragen, was die Durchführung neuer Tests erforderlich machte. Die




