Francisco Mouta Rúbio, Schriftsteller und Autor des Romans „Atrás da Escrita", veröffentlicht ein reflektierendes Chronik im Portal Mensagem de Lisboa, in dem er seine Suche nach einer traditionellen Tasca in der Stadt beschreibt, die ihn dazu bringt, die Zukunft Lissabons als bewohnbaren Raum für seine Bewohner zu hinterfragen. Der Autor fühlt sich in der eigenen Stadt fremd, umgeben von Touristen, Tuktuks und Fremdenführern, ohne ein Restaurant finden zu können, das einfache und authentische Küche anbietet, ohne Instagram-taugliche gastronomische Erlebnisse.
Die Chronik argumentiert, dass Lissabon sich in ein Unternehmen verwandelt hat, das Besucher zufriedenstellen will, anstatt sich selbst zu mögen, und dabei seine lokale Identität verliert. Der Autor beschreibt, wie die Lissaboner Gastfreundschaft oberflächlich geworden ist, Frühstücke serviert, die sich die Bewohner nicht leisten können, und Viertel empfiehlt, aus denen sie vertrieben wurden. Die Stadt ist von Touristen übersättigt und die Wohnungspreise haben es für viele Lissaboner unmöglich gemacht, weiter dort zu leben.
Mouta Rúbio stellt sich eine Zukunft nach dem Massentourismus vor, mit leeren Hotels, verstaubten Check-ins und Kreuzfahrtterminals, die zu Skeletten am Tejo verkommen sind. Er schlägt vor, dass jedes Hotel Wohnraum für seine Arbeiter, gemeinschaftliche Einrichtungen und Verkehrsmittel bereitstellen sollte, und dass die Tourismusabgabe für den Kauf von Häusern, die Unterstützung von Wohnbaugenossenschaften und den Schutz historischer Geschäfte verwendet werden sollte.
Der Autor schließt mit der Verteidigung eines „Rechts auf Verbleib" ab, das nicht auf dem Geburtsort basiert, sondern auf dem, der sich um die Stadt kümmern will. Lissabon muss zwischen einer auf Gegenseitigkeit basierenden Gastfreundschaft und einer Industrie wählen, die nur dem dient, der es sich leisten kann. Die Stadt kann ihren Namen und ihre Attraktionen behalten, aber ohne gemeinschaftlichen Raum für ihre Bewohner wird sie nur eine Erinnerung an einem Kühlschrankmagneten sein.




