Die Umweltvereinigung ZERO verteidigte heute die "Ablehnung" des Projekts für die neue unterirdische Gavião-Mine in Aljustrel, Bezirk Beja, vorgeschlagen vom Unternehmen Almina, dem Konzessionär der örtlichen Mine. Die öffentliche Anhörung der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) endete am Montag, doch ZERO betrachtete das Projekt als eines, das "nicht die Bedingungen für eine Genehmigung erfüllt", und legte zahlreiche technische und strategische Mängel dar.
Almina beabsichtigt, etwa 250 Millionen Euro in die Gewinnung von 1,5 Millionen Tonnen Erz pro Jahr zu investieren, wobei die bestehenden Anlagen genutzt werden sollen. Der Vereinigung zufolge werden jährlich etwa 85.000 Tonnen Kupfer- und Zinkkonzentrate per Lkw über die Häfen von Setúbal und Huelva in Spanien exportiert, ohne dass das Projekt erklärt, wie die extrahierten Ressourcen zur Schaffung von Mehrwert in Portugal beitragen können.
ZERO kritisierte, dass die UVS den Eisenbahntransport nicht bewertet, und betonte, dass das Erz aus Aljustrel jahrzehntelang per Zug transportiert wurde und dass die Eisenbahn in anderen Minen des Iberischen Pyritgürtels weiterhin genutzt wird. Die Studie vergleicht auch nicht die Emissionen, den Energieverbrauch, die Luftverschmutzung, den Lärm und die Infrastrukturkosten zwischen Diesel-Lkw, Elektro-Lkw und elektrifizierter Eisenbahn.
Unter anderem Problemen warnte der Verband davor, dass die Aufbereitungsanlage "enorme Mengen an Abfällen" mit Sulfiden produziert, die saure Drainage erzeugen können, und dass die Klimabewertung widersprüchliche Daten enthält und nicht erkennen lässt, wie viel Energie verbraucht oder wie viele Treibhausgase ausgestoßen werden. ZERO betrachtete das Projekt als Modell einer "Art von Bergbaukolonie", die Portugal die Umwelt- und Sozialkosten überlässt, und warnte, dass wenn Projekte dieser Art genehmigt werden, die Grüne Industriestrategie zu spät kommen könnte.




