Das Nettovermögen der Familien pro Kopf in Portugal sank zwischen 2024 und 2025 um 1,6%, laut der Studie The Global Balance Sheet 2026: Imbalance and Divergence des McKinsey Global Institute. Diese negative Entwicklung widersprach dem auf globaler Ebene erreichten Rekord, wo das Vermögen der Familien einen historischen Höchststand von 570 Billionen Dollar erreichte. Der portugiesische Fall ist besonders überraschend, da er in einem Kontext des Booms der portugiesischen Börse und der Reduzierung der öffentlichen Verschuldung um etwa vier Prozentpunkte des BIP stattfand.
Die Studie zeigt, dass die Verschuldung der portugiesischen Familien schneller wuchs als ihre Vermögenswerte, was die Portugiesen daran hinderte, von den Börsengewinnen zu profitieren. Obwohl das Finanzvermögen der portugiesischen Familien zwischen 2005 und 2025 mehr als verdoppelte, angetrieben durch eine stärkere Beteiligung an Unternehmen und Investmentfonds, bleibt der Großteil des Vermögens in Einlagen und Zertifikaten angelegt, Produkte mit geringeren Renditen.
Auf globaler Ebene warf das Wachstum des Familienwohlstands Fragen zu seiner Solidität und Stabilität auf, da nur 20% dieses Wachstums aus der Bildung neuen produktiven Kapitals resultierte. Das Vermögen wuchs schneller als das BIP, und die globale Bilanz näherte sich 1,8 Billionen Dollar.
Das McKinsey Global Institute warnt auch, dass die wichtigsten Volkswirtschaften der Welt zunehmend divergierende Trajektorien in Bezug auf Wachstum, Verschuldung und Produktivität verfolgen. Bezüglich Europas vertritt das Institut die Ansicht, dass sich die Region einem Szenario der säkularen Stagnation nähert, gekennzeichnet durch stagnierende Produktivität und unzureichende Investitionen, trotz hoher Sparquoten, was die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigen könnte.




