Die deutsche Polizei bestätigte am Mittwoch, dass der Vorfall am Stromumspannwerk des Betreibers Amprion in Bergheim im Westen Deutschlands ein vorsätzlicher Akt war und schloss damit die zunächst angenommene Hypothese eines technischen Versagens aus. Der Vorfall ereignete sich einen Tag nach einem ähnlichen Angriff auf eine Energieanlage im Kohlekraftwerk Janschwalde im Süden Brandenburgs.
Die Sicherheitskräfte wurden am Dienstag gegen Ende des Nachmittags wegen einer Störung im Stromnetz alarmiert, und es wurde mitgeteilt, dass ein Kurzschluss den Ausfall mehrerer Leitungen in der Region verursacht hatte. Das Unternehmen Amprion schätzte, dass der Vorfall „mit hoher Wahrscheinlichkeit" durch einen „externen Eingriff" verursacht wurde.
Laut dem Energieunternehmen RWE führte der Vorfall zur Abschaltung von fünf Erzeugungseinheiten, was einer Gesamtleistung von 4.200 Megawatt entspricht. Zum Zeitpunkt des Vorfalls speisten die verschiedenen Einheiten etwa 3.000 Megawatt in das Stromnetz ein. Zwei Einheiten sollen am Mittwoch wieder ans Netz gehen, eine im Laufe des Tages und die verbleibenden beiden erst am Wochenende.
Der Betreiber Amprion versicherte, dass die Energieversorgung „zu keinem Zeitpunkt" beeinträchtigt wurde und dass die Systemstabilität gewährleistet blieb, ohne dass es zu einer Unterbrechung der Versorgung der umliegenden Gemeinden kam.




