Die Wartezeit für die Erstuntersuchung von Notfallpatienten im Krankenhaus Amadora-Sintra betrug am Mittwochmorgen fast 11 Stunden, laut dem Portal des Nationalen Gesundheitsdienstes. Um 8:45 Uhr hatten die als notfallklassifizierten Patienten (mit gelbem Armband) eine Wartezeit von zehn Stunden und 52 Minuten, um von einem Arzt untersucht zu werden.
Auch andere Krankenhäuser der Region Lissabon wiesen hohe Wartezeiten auf. Im Krankenhaus Garcia de Orta in Setúbal warteten Notfallpatienten sechs Stunden und 39 Minuten, während im Santa Maria in Lissabon die Wartezeit sieben Stunden und fünf Minuten betrug. Im Nossa Senhora do Rosário in Barreiro warteten Notfallpatienten fünf Stunden und 57 Minuten. Im Gegensatz dazu waren die durchschnittlichen Wartezeiten in den vier großen Krankenhäusern des Großraums Porto unter einer Stunde.
Gemäß dem Triage-System sollten Notfälle mit gelbem Armband nicht länger als 60 Minuten auf Behandlung warten müssen, was weit unter den tatsächlich erfassten Wartezeiten liegt. Sehr dringende Fälle (mit orangefarbenem Armband) sollten innerhalb von 10 Minuten nach der Triage behandelt werden.
Die Gesundheitsministerin Ana Paula Martins räumte ein, dass die kommenden Wochen eine große Belastung für die Notaufnahmen in Lissabon und Vale do Tejo darstellen werden, insbesondere im Krankenhaus Amadora-Sintra. Die Ministerin teilte außerdem mit, dass die örtlichen Gesundheitseinheiten etwa 850 zusätzliche Pflegekräfte benötigen.




