Der Meinungsartikel von José Paulo Soares, veröffentlicht auf ecoonline.pt, kritisiert den Mangel an Mut der portugiesischen Politiker, die realen Probleme des Landes anzugehen. Der Autor, der gesteht, die Politik seit seiner Kindheit zu bewundern, bedauert, dass die Parteien sich nur um die nächsten Wahlen kümmern, anstatt ehrliche Diagnosen, konkrete Aktionspläne und notwendige Reformen vorzulegen.
Soares erwähnt spezifisch die liberale Partei, die ihm zufolge ihre Ideen aufgegeben hat und sich auf Ein-Mann-Plakate beschränkt hat. Er kritisiert auch Chega, geführt von Ventura, dafür, zu verschiedenen Zeiten „die Partei der Zigeuner, der Kastration" gewesen zu sein und nun eine „neue PURP" anführen zu wollen, wobei er Populisten als Opportunisten ohne ernsthafte Verpflichtungen betrachtet.
Was die PS betrifft, weist der Autor auf das „Leugnen der Nachhaltigkeit" der Renten und der eigenen Führung von Rui Rio hin und betont, dass die Partei schwierigen Reformen und Entscheidungen ausweicht. Er erwähnt auch, dass Abgeordneter Carneiro der Einzige war, der den Mut hatte, Sánchez als Beispiel zu nennen.
Bezüglich der Regierung PSD/CDS ist Soares der Meinung, dass der Reformwille in zwei Jahren auf „ein oder zwei Minister" beschränkt blieb, und verweist auf das Fehlen von Reformen im Arbeitsrecht, bei der Wettbewerbsfähigkeit, in Steuergesetzen und bei der Justiz. Die „heftige" Reaktion auf die Diskussion über die Sozialversicherung zeigt laut Autor, dass niemand bereit ist, die politischen Kosten schwieriger Entscheidungen zu tragen, was seine Enttäuschung über die aktuelle portugiesische Politik bestätigt.




