Ein Bericht der Bundespolizei zeigt, dass sich Daniel Vorcaro, Eigentümer der Banco Master, während der kritischsten Phase der Krise des Finanzinstituts an den Richter des Obersten Gerichtshofs (STF), Alexandre de Moraes, wandte. Das Ziel des Bankiers war es, dem Belagerungszustand durch die Behörden zu entkommen, die seine Aktivitäten untersuchten. Die Nachrichten wurden aus Vorcaros Handy extrahiert und umfassen einen Zeitraum von 13 Tagen Gesprächen.
Während dieser Gespräche bat Vorcaro den Richter um Intervention, um die Liquidation der Bank und das Fortschreiten der Ermittlungen zu verhindern. In den Nachrichten macht der Bankier Appelle zur „Sensibilisierung" von Behörden und fragt, wie er vorgehen sollte, um die Situation zu „entschärfen" und „umzukehren". Die Dialoge offenbaren eine Nähe zwischen Vorcaro und Moraes.
Den Ermittlungen zufolge schrieb Vorcaro die Texte in einen Notizblock auf seinem Handy, machte einen Screenshot und versandte ihn dann an Moraes mittels eines Einmal-Screenshots mit Einzelansicht-Funktion – eine Methode, die die dauerhafte Speicherung der Nachricht in der App verhindert.
Die analysierten Nachrichten wurden aus dem Handy des Bankiers extrahiert und sind Teil eines von der Bundespolizei erstellten Berichts. Am 17. November 2025, Stunden vor seiner Verhaftung, schickte Vorcaro eine Nachricht an Moraes mit der Frage, ob es ein Update zu seinem Fall gebe.




