Ein Bericht der Bundespolizei zeigt, dass Daniel Vorcaro, der Besitzer der Banco Master, angebliche Anweisungen des Ministers des Obersten Gerichtshofs (STF) Alexandre de Moraes während der Hochphase der Krise des Finanzinstituts erhielt. Die Nachrichten wurden aus dem Handy des Bankiers extrahiert und zeigen, dass er die Intervention des Richters bat, um die Liquidation der Bank und das Fortschreiten der Ermittlungen zu verhindern.
In den Gesprächen appellierte Vorcaro daran, Behörden zu „sensibilisieren", und fragte, wie er vorgehen sollte, um die Situation zu „entschärfen" und „umzukehren". Der Inhalt der Interaktionen deutet auf eine direkte Bitte um Einmischung in Angelegenheiten hin, die von anderen Behörden behandelt werden sollten.
Die durch die Untersuchung enthüllten Interaktionen reichen bis Dezember 2023 zurück, als angeblich das erste Treffen zwischen Vorcaro und Moraes stattfand. Die Nachrichtenaustausche erstreckten sich über fast zwei Jahre, bis November 2025, als der Bankier verhaftet wurde.
Neben Moraes betrifft der von der Bundespolizei erlangte Inhalt auch den Generalbundesanwalt der Republik, Paulo Gonet, der angeblich mit dem Fall zusammenhängende Nachrichten ausgetauscht haben soll.




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