Das Pharmaunternehmen Novartis hat die klinischen Tests einer experimentellen Zelltherapie für Autoimmunerkrankungen vorübergehend ausgesetzt, nachdem drei Patienten gestorben waren. Das Unternehmen stellte die Rekrutierung und Behandlung neuer Patienten in den Versuchen mit dem Medikament Rapcabtagene Autoleucel, bekannt als Rap-cel oder YTB323, ein, während es die sicherheitsbedingten unerwünschten Ereignisse analysiert. Die Entscheidung wurde am Dienstag in einer Mitteilung bekannt gegeben, wobei Medienberichte bestätigt wurden.
Das Medikament war vom Schweizer Unternehmen als potenziell wirksam zur Umkehrung von Autoimmunerkrankungen beworben worden. Marktanalysten zeigten jedoch bereits Zurückhaltung hinsichtlich seines Umsatzpotenzials und prognostizierten bis 2032 lediglich 648 Millionen US-Dollar jährlich (etwa 3 Milliarden Real), laut einer Bloomberg-Umfrage.
Falls Novartis entscheidet, die Entwicklung des Medikaments für Autoimmunerkrankungen aufzugeben, könnte dies die allgemeine Wahrnehmung hinsichtlich der Verwendung dieser Art von Behandlung für Erkrankungen des Immunsystems beeinträchtigen. Die gemeldeten Todesfälle wirkten sich nicht auf die Aktien des Unternehmens aus, wie im Artikelabschluss indicated wurde.




