Die deutsche Regierung kündigte die Schließung des russischen Konsulats in Bonn und des Kulturzentrums Russisches Haus in Berlin an, nachdem sie Russland für die Drohnenvorfälle am Flughafen Leipzig im August verantwortlich gemacht hatte. Das russische Generalkonsulat in Bonn wird am 18. September geschlossen und der Vertrag des Russischen Hauses in Berlin wird gekündigt.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul kündigte die Maßnahmen an, nachdem der Innenminister Alexander Dobrindt Moskau für den „hybriden Angriff" mit einer mit Sprengstoff beladenen Drohne Anfang August am Flughafen Leipzig verantwortlich gemacht hatte – eine wichtige Infrastruktur für die deutsche Armee, die NATO und die logistische Unterstützung der Ukraine.
Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, versicherte, dass Moskau eine „angemessene Antwort" auf die deutschen Maßnahmen geben werde, und erklärte, dass Berlin „die Beziehungen zu Moskau unter einem völlig unwahrscheinlichen und erzwungenen Vorwand verschlechtert" habe. Russland ist der Ansicht, dass keine Beweise für seine Beteiligung an dem Vorfall vorliegen.
Der deutsche Bundeskanzler hatte bereits am Sonntag angekündigt, dass die Ermittlungen in Kürze abgeschlossen würden und dass Berlin gemeinsam mit der Europäischen Union und der NATO reagieren werde.




