Tarcísio de Freitas, Gouverneur von São Paulo und Kandidat für die Wiederwahl für die Republikaner, hat am Dienstag erneut bekräftigt, dass Senator Flavio Bolsonaro, Kandidat der PL für die Präsidentschaft, Erklärungen abgeben muss, falls neue Fakten über die Finanzierung des Films Dark Horse auftauchen, der die Karriere des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro erzählt. Die Erklärung erfolgt nach einem Bericht des Magazins Piauí, der eine zusätzliche Überweisung von 1,6 Millionen US-Dollar durch den ehemaligen Banker Daniel Vorcaro an den Fonds aufdeckte, der für die Verwaltung der Filmgelder zuständig ist.
Im Mai, als der Fall zunächst aufgedeckt wurde, hatte Tarcísio öffentlich verteidigt, dass Flavio Erklärungen zur Finanzierung der Filmproduktion liefern sollte. Damals wurde diese Haltung von Bolsonaros Unterstützern kritisiert. Anschließend kalibrierte der Gouverneur seine Rhetorik und begann zu sagen, dass die bereits vom Senator gelieferten Erklärungen ausreichend seien.
Jetzt, mit dem Auftauchen neuer Informationen über die zusätzliche Zahlung von Daniel Vorcaro, hat Tarcísio erneut einen vorsichtigeren Ton angeschlagen. Seiner Aussage nach wurden die früheren Erklärungen auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Informationen gemacht, ohne mögliche neue Fakten zu berücksichtigen, die später auftauchen könnten. Der Gouverneur erklärte, dass mit dem Erscheinen neuer Enthüllungen die Notwendigkeit von Erklärungen erneut bestehen könnte.
