Mehr als einen Monat nach dem massenhaften Zustrom von Migranten in Ceuta beginnt die spanische Regierung, die Ursachen der Krise zu definieren. Die Hauptschlussfolgerung ist, dass der Migrationsdruck mit rund 72.000 Einreisen zwischen dem 30. und 31. Juli durch die Verbreitung von Falschmeldungen in den sozialen Netzwerken verursacht worden wäre.
Der Exekutive zufolge hat ein jünges Urteil des Obersten Gerichtshofs zu den sogenannten Sofortabschiebungen zu der Überzeugung geführt, dass es rechtlich unmöglich wäre, Personen abzuschieben, die schwimmend einreisten. Diese Desinformation soll der Auslöser für die Migrationswelle gewesen sein.
Die spanischen Behörden klassifizieren den Vorfall als „hybride Angriffe" im Zusammenhang mit der Manipulation von Algorithmen auf digitalen Plattformen. Das Phänomen soll gemeinsam mit der Europäischen Kommission untersucht worden sein.
Die Untersuchung ist noch im Gange, aber die Regierung versichert, dass sie mit Brüssel zusammenarbeitet, um die Konten weiter zu identifizieren und zu schließen, die zur Verbreitung der Falschmeldungen beigetragen haben sollen.




