Die deutsche Regierung hat Russland offiziell die Drohnenangriffe mit Sprengstoff am Flughafen Leipzig/Halle zugeschrieben und eine Reihe von Maßnahmen gegen Moskau angekündigt. Der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt erklärte, Deutschland sei nicht im Krieg, werde aber täglich Ziel eines hybriden Krieges und verteidige sich gegen die Widrigkeiten.
Die deutschen Behörden sind davon überzeugt, dass eine Agentur der russischen Geheimdienste hinter der Operation steckte, wobei sie ähnliche Methoden wie bei anderen Russland zugeschriebenen hybriden Operationen anwandte, an denen low-level-Vermittler beteiligt gewesen sein sollen. Russland hat die Beschuldigung noch nicht kommentiert.
Die Antwort aus Berlin umfasst die Schließung des russischen Generalkonsulats in Bonn am 18. September, die Beendigung des Vertrags über das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin, die Verschärfung der Einreisekontrollen für russische Staatsbürger sowie verstärkten Druck auf die sogenannte russische „Schattenflotte". Der deutsche Außenminister wird voraussichtlich den russischen Botschafter einbestellen.
Anfang August wurde eine Drohne mit Sprengstoff in der Sicherheitszone des Flughafens Leipzig/Halle gefunden, zwischen ukrainischen Frachtflugzeugen, und wenige Tage später wurde eine zweite Drohne entdeckt. NATO-Generalsekretär Mark Rutte bekundete seine vollständige Solidarität mit Deutschland, und die Europäische Union bereitet neue Sanktionen gegen Russland vor.




