Das Haus Portugal in São Paulo empfängt am 9. September um 19 Uhr in Partnerschaft mit der Vereinigung Portugal Brasil 200 anos (APBRA) den mosambikanischen Schriftsteller Mia Couto zu einem Gespräch über das Thema der Sprachbürgerschaft. Die Initiative wird vom Generalkonsulat Portugal in São Paulo und dem Lehrstuhl Jaime Cortesão institutionell unterstützt.
Mia Couto, Gewinner des Camões-Preises und eine der anerkanntesten Stimmen der zeitgenössischen Literatur in portugiesischer Sprache, wird mit dem portugiesischen Schriftsteller und Kolumnisten José Manuel Diogo, Gründer und Präsident der APBRA, sprechen. Das Treffen wird von Mia Coutos literarischem Werk ausgehen, um Fragen zu erörtern, die die Gestaltung der Gesellschaften der portugiesischsprachigen Länder durchziehen, darunter Identität, Erinnerung, kulturelle Vielfalt, Entwicklung und soziale Integration.
Im Mittelpunkt des Gesprächs wird die grundlegende Frage stehen, welche Rolle die portugiesische Sprache bei der Schaffung eines gemeinsamen Raums spielen kann, ohne die Unterschiede zu tilgen, die ihn ausmachen. Ausgehend von der Erfahrung Mosambiks und dem literarischen Werdegang von Mia Couto wird der Dialog auch die verschiedenen Formen der Aneignung und Neuerfindung des Portugiesischen in den verschiedenen Gebieten behandeln, in denen die Sprache gesprochen wird.
Die Sprache wird als Territorium der Schöpfung, der Zugehörigkeit, des Konflikts, der Erinnerung und der Staatsbürgerschaft diskutiert werden. Die Initiative ist Teil der Arbeit, die vom Haus Portugal in São Paulo und der APBRA rund um das Konzept der Sprachbürgerschaft entwickelt wird, das versucht, das Portugiesische nicht nur als gemeinsames historisches Erbe zu betrachten, sondern als zeitgenössischen Raum für die Zirkulation anderer Sprachen, Menschen, Ideen, Kulturen und Rechte.




